Aland Nerfling Orfe Angeln


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Aland Nerfling Orfe
Der Aland auch Nerfling oder Orfe genannt ist dem Döbel sehr ähnlich. Die Unterscheidungsmermale sind, das der Aland hochrückiger und schmaler ist. Er hat ein kleines, endständiges und schräg noch oben gerichtetes Maul. Seine Augen sind im Verhältnis zu anderen Fischen groß und gelblich gefärbt. Alle bauchseitigen Flossen sind tiefrot. Des Weiteren hat er eine konkav geformte Afterflosse und einen graublauen Rücken. Seine Flanken haben einen goldenen Schimmer und er hat einen weißen Bauch.


Aland, Nerfling, Orfe

 

Der Nerfling kommt hauptsächlich im europäischen Raum westlich bis zum Rhein sowie nördlich der Alpen vor. Natürlicherweise kommt er vom Nordpolar und sein Verbritungsgebiet reicht bis nach Sibirien. Auch in Frankreich und Großbritannien gibt es Vorkommen. Dies kommt aber durch Besatzmaßnahmen der Einheimischen.

Die Orfe lebt in den fließenden Bereichen der Barben- und Brachsenregion. Aber auch in manchen Seen ist er heimisch. In der Ostseeregion findet man ihn sogar in der Brackwasserregion. Von allen Weißfischen ist der Aland am unempfindlichsten gegen Salzwasser. Er lebt in kleinen Schwärmen. Ernähren tut sich der Aland hauptsächlich und vorwiegend von kleineren Wirbellosen Tieren wie z.B. Insektenlarven, Würmern, Flohkrebsen usw. Größere Exemplare fressen auch Fischbrut und Jungfische. Im Brackwasser lebende Exemplare ernähren sich auch oft von Muscheln und Krebstieren.

Im Durchschnitt liegt der Nerfling bei 30 bis 40 cm. Aber auch 80 cm große und um die 4 kg schwere Nerflinge sind durchaus möglich.

Dieser Fisch kann bis zu 18 Jahren alt werden. Meist liegt die Lebenserwartung aber nur bei bis zu 10 Jahren.

Der Aland laicht im Zeitraum von April-Juni. Dann sammeln sich die geschlechtsreifen Fische, um in großen Schwärmen kurze Strecken flußaufwärts zu ihren Laichgründen zu wandern. An sandig-kiesigen Flachwasserstellen am Ufer werden die Eier (Ca. 40.000 bis 100.000 je Weibchen) abgelegt und besamt. Wenn das Laichritual abgeschlossen ist, ziehen die Alande wieder zurück. 
Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die jungen Alande und verlassen Wochen später die Laichgründe, um sich dann in den ruhigeren Flußbereichen ihr Revier zum Aufwachsen zu suchen. Der Aland ist ein langsam wachsender Fisch und erreicht erst nach 3 Jahren eine Länge von 18 - 20 cm. Die Geschlechtsreifheit tritt erst mit ca. 5 Jahren ein, wenn die meisten Alande schon die hälfte Ihres Lebens verlebt haben.

Angeln auf Friedfische / Aland angeln

Die besten Angelmethoden auf Orfen sind: 
- Im Frühjahr auf Grund

- Im Sommer mit der Posenrute nahe der Oberfläche wobei man Sie im Sommer auch mit der Fliegenrute überlisten kann (aber eher selten).
- Die Schnüre sollte in der Tragkraft nicht höher als 2,5 kg liegen, da der Aland sehr vorsichtig ist. Und desto dünner die Schnur, desto weniger sieht man davon.
- Als Köder benutzt man am besten Würmer, Maden, Brotflöckchen. Wie bereits erwähnt kann man es aber auch mal mit einer Trockenfliege an der Fliegenrute versuchen.

Am allerbesten ist man dran, wenn man nach der Laichzeit also ab Juni auf Aland geht. Dann stehen die Alande ganz oft sehr oberflächennah und dicht am Ufer. Sie suchen dabei Unterstände wie überhängende Büsche und Bäume oder Stege auf um dort unterzuziehen. Ab Herbst findet man die Alande im Mittelwasser und in Grundnähe. Jetzt kann man es auch mal mit einem kleinen Raubfischköder wie einem Spinner etc. versuchen, da der Aland zu dieser Zeit ein wenig räuberisch wird. Am Anfang des Jahres stehen die Alande in größeren Gruppen in den tieferen Gumpen.
Man sollte sich allerdings sehr vorsichtig der Angelstelle nähern da der Aland wie auch der Döbel sehr scheue Fische sind. Am besten auch den Köder nicht direkt werfen sondern an die gewünschte Stelle treiben lassen um die Fische nicht zu vertreiben. Eine gute Fangzeit auf Alande ist von März - April und von Juni - September.

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