Fische gibt es seit vielen Jahrtausenden. Fische leben fast ausschließlich im Wasser lebende wechselwarme Wirbeltiere mit Kiemen, durch die Sie atmen. Ca. die Hälfte aller Wirbeltierarten sind Fische. Forschungen ergaben, dass die ältesten bekannten Fossilien rund 450 Millionen Jahre alt sind.
Der Rapfen wird auch als Schied bezeichnet. Rapfen haben einen langgestreckten Körper welcher nur seitlich ein wenig abgeflacht ist. Er hat einen deutlich ausgeprägten Kiel hinter dem Waidloch. Ältere Rapfen entwickeln oft einen Buckel. Die Körperfarbe ist silbirg mit bläulichem bis gelblichem Glanz und der Bauch weiß. Rapfen haben ein sehr großes Maul und die Maulspalte reicht bis unter die Augen und wirkt durch den vorgezogenen Unterkiefer leicht oberständig. Der Unterkiefer hat an der Spitze einen Haken, der in die dafür vorgesehene Kerbe des Oberkiefers passt. Die Afterflosse des Rapfen ist tief eingebuchtet. Rücken- und Afterflosse sind konkav geformt. Die Schuppen von Rapfen sind sehr klein.
Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südskandinavien über Mitteleuropa bis zum Kaspischen Meer. In unseren Breitengraden lebt er vorwiegend in den Mündungsbereichen der Zuflüsse und Altwässer der Donau und in einigen Seen. Seit 1985 sind auch Bestände im Rhein nachgewiesen. Rapfen leben heute im Rhein, in der Donau, im Main, in der Oder und in der Elbe, sowie in einigen größeren Seen. Der Rapfen bevorzugt hauptsächlich fließende Gewässerabschnitte, wo er dann gerne mal am Rande starker Strömung oder von Wirblen steht. Junge Rapfen leben in kleinen Schwärmen in Ufernähe. Später werden Sie dann zu Einzelgängern und ziehen immer mehr Richtung Flussmitte. Der Rapfen ist der einzige europäische Karpfenfisch, der sich ausschließlich räuberisch ernährt. In seiner Jugend lebt er gesellig in Oberflächennähe, wo er sich von Kleintieren aller Art ernährt. Desto älter er wird desto mehr ernährt er sich von anderen Fischen, die er in Oberflächennähe erbeutet.
Die Durchschnittsgröße eines Schied liegt zwischen 40 und 70 cm. Es kann aber unter günstigen Lebensbedingungen Exemplare von bis zu 1 m geben. Ein Rapfen hat eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren. Die Fotpflanzung (Laichzeit) findet von April bis Juni statt. Die Eier werden an stark überströmten Kiesbänken abgelegt. Pro Weibchen werden um die 100.000 bis 500.000 Eier abgelegt. Diese haften dann am Geröllgrund. Die männlichen Rapfen sind vom Laichausschlag betroffen. Die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische werden durch die Strömung in ruhigere Wasserzonen getrieben und ernähren sich dort von tierischem Plankton. Ab einem gewissen Alter erbeutet er sich bereits andere Fische (mit ca. 12 Wochen). Rapfen wachsen ziemlich schnell. Die Geschlechtsreife tritt beim Schied ungefähr nach dem 4. Lebensjahr ein.
Angeln auf Rapfen / Rapfenangeln
Gut überlisten lassen sich Rapfen mit dem Spinnfischen. Schlanke Löffelblinker, Küstenwobbler, Spinner sind hierfür das geeignetste. Gute Rapfenköder haben stark kontrastierende Farben. Da Rapfen ja wie schon gesagt an der Oberfläche auf Beutejagd gehen sollte man dies bei der Köderführung beachten. Ab Herbst ziehen Rapfen in tiefere und uferferne Bereiche ab. Dann können wieder tiefer laufende Köder benutzt werden.
Rapfen sind nicht leicht zu fangen, größere Exemplare sind sehr misstrauisch. Darum immer leise dem Ufer nähern und versuchen keinen Schatten aufs Wasser zu werfen. Der Schied ist ein starker Kämpfer, also vorsicht. Gute Rapfenplätze sind Abschnitte mit schneller Strömung, Buhnenköpfe, Wehre oder Einleiter. Der Rapfenköder sollte immer sehr schnell geführt werden, sogar so das er ab und zu abhebt und somit über die Wasseroberfläche tanzt. Ein kleiner Geheimtip sind Köderfische, geschleppt an einer Wasserkugelmontage.
Die Besten Fangzeiten für den Rapfen sind von Mai bis September. Entweder früh Morgens oder zur späteren Abendstunde.
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