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Führungstechniken Wobbler

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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 13.10.2008, 19:39 Nach oben

Mir fiel grade mal so auf das es noch einige Ausdrücke gibt, die recht unbekannt sind, deswegen mal ne kleine Zusammenfassung wie man Wobbler eigentlich führen sollte.

Einleiern

Wie das Wort schon sagt, wird bei dieser Methode der Köder nach dem Auswerfen einfach eingeholt. Die Einholgeschwindigkeit kann dabei variiert werden. Man muss sich vorstellen dass bei dieser Technik der Köder einfach nur geradlinig durchs Wasser schwimmt. Dieser wird höchstens einen Räuber zum Anbiss verleiten dem der Köder gerade vor der Nase vorbei schwimmt oder riesigen Hunger hat und auf der Jagd ist. Schauen wir uns Beutefische in der Natur an, werden wir nur selten einen Fisch finden der einfach nur geradlinig durchs Wasser schwimmt. Diese Methode wird trotzdem leider noch von vielen Sportsfreunden angewendet.

Twitchen

Beim Twitchen kommen meist schwebende Wobbler zum Einsatz. Man wirft den Köder aus, bringt ihn durch einen schnellen Zug auf Tiefe und macht dann leichte Schläge in die ungespannte Schnur. Man hält die Rute in Richtung des Köders und macht schlagende Bewegungen nach unten. Überschüssige Schnur wird eingeholt, die Schläge müssen aber unbedingt in die ungespannte Schnur ausgeführt werden! Dadurch verharrt der Köder in seiner definierten Tiefe und schlägt seitlich aus. Wie oft und wie schnell die Twitches ausgeführt werden, kann und sollte variiert werden. Man kann den Köder dadurch sehr langsam führen und lange im ausgewählten Bereich halten. Nach jedem Twitchen sollte man den Köder für eine weile ruhen lassen, da die Bisse oft in den Pausen kommen. Diese Technik ist schon etwas anspruchsvoller, kann aber mit etwas Übung durch jeden ausgeführt werden. Am besten übt man diese Technik auf Sicht, um zu sehen wie die verschiedenen Wobbler auf unterschiedliche Schlagfolgen und Geschwindigkeiten reagieren. Diese Technik ist vor allem für den Barsch unwiderstehlich, aber auch wenn man einen Hecht an einem gewissen Platz weiss sehr erfolgreich.

Jerken

Ãhnlich wie beim Twitchen wird auch hier in die ungespannte Schnur geschlagen, jedoch fallen die Schläge bei dieser Methode deutlich stärker aus. Der Köder bewegt sich dadurch aggressiver. Diese Methode wird nicht nur bei schwebenden Wobblern angewendet, sondern auch, wie der Name schon sagt, bei den so genannten Jerks und Oberflächenwobblern. Diese Köder sind meist verhältnismäßig groß und brechen beim Schlagen mit einem lauten Klatschen aus oder tauchen kurz ab (je nach Modell). Ein Biss auf einen Oberflächenköder ist Adrenalin pur, da man die meist heftigen Bisse nicht nur spürt, sondern den Hecht oft auch sieht wie er zur Oberfläche schießt um sich den Köder zu schnappen oder sogar wie er ihn aus der Luft attackiert. Bei den reinen Oberflächenwobblern kommt auch noch eine ganz spezielle Technik zum Einsatz...

Walking-the-dog

Beim Walking the Dog wird der Köder gleichmäßig “Getwitcht”, so dass er wechselseitig an der Oberfläche ausbricht. Der Köder läuft dadurch im Zick Zack Kurs und mit lautem Plätschern an der Oberfläche. Auch hier ist es wichtig Pausen einzulegen (ruhig ein paar Sekunden), da auch bei dieser Technik die Bisse oft in den Pausen kommen. Diese Führungsart erfordert aber auch wieder etwas Übung um den Köder mit maximaler Attraktivität laufen zu lassen.

Squirming-Action

Für die “Squirming-Action” eignen sich ausschließlich schwebende (suspending) Wobbler. Durch kurze “Jerks” in schnellen Intervallen springt der Köder fast auf der Stelle hin und her. Wichtig ist dabei, stets in die ungespannte Schnur zu schlagen und kurze Stopps einzulegen. Dies imitiert einen Fisch in Panik perfekt. Vor allem Barsche können einem so präsentierten Wobbler kaum widerstehen. Mit etwas Übung ist auch diese Führungstechnik nur unwesentlich komplizierter als das “Twitchen” oder “Jerken”.

Kick-Back-Action

Unter “Kick-Back” versteht man, einen Wobbler kurzzeitig rückwärts laufen zu lassen. Unmöglich?. Nein, auch wenn es komplizierter ist als die anderen Führungstechniken. Man muss schon deutlich mehr Zeit investieren um einen Wobbler so führen zu können. Diese Technik funktioniert auch nur mit wenigen Wobblern, am besten eignen sich schlanke, schwebende Wobbler mit langer Tauchschaufel. Man führt mehrere schnelle “Twitches” kurz nacheinander aus, wenn man die richtige Geschwindigkeit und Stärke der “Twitches” für einen Köder gefunden hat, macht dieser einen Satz nach hinten. Diese Bewegung kennt kaum ein Fisch und ist dementsprechend sehr erfolgreich. Am besten übt man diese Technik erstmal auf Sicht.

Stop-and-go

Wohl am meisten verbreitet und klappt so ziemlich bei jedem Modell ganz gut. Wie der Name schon sagt, lässt man den Köder bei dieser Führung, laufen und legt immer wieder Stopps ein. Aber auch bei allen anderen Techniken ist es wichtig ab und zu eine Pause einzulegen, da sich dann oft unentschlossene Räuber zum Biss verleiten lassen.

Yo-Yo

Bei dieser Führungstechnik wird ein schaufelloser Wobbler, ähnlich wie beim “Jiggen” mit Gummiködern, intervallartig, mit heben und senken der Rute eingeholt. Dadurch kann man einen großen Tiefenbereich im Zick-Zack-Kurs absuchen oder ihn über den Grund hüpfen lassen. Diese Technik ist gut geeignet um Fische in verschiedenen Tiefen ausfindig zu machen.

Bottom- Tapping

Beim “Bottom- Tapping” wählt man ein schwimmendes Modell das tiefer läuft als die tatsächliche Wassertiefe. Der Wobbler wird eingeholt bis er Bodenkontakt bekommt und die Einholgeschwindigkeit wird verringert, so dass der Köder langsam wieder nach oben steigt. So stößt der Wobbler am Grund oder einem Hindernis an und schwimmt dann langsam drüber hinweg. Bei den Kontakten werden starke Signale ausgesendet und evtl. Wolken aufgewirbelt die stark provozierend wirken. Oft kommen die Bisse direkt nach dem Aufschlag. Sehr erfolgreich für Zander...
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mainfishing
Angelexperte
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BeitragVerfasst am: 13.10.2008, 20:06 Nach oben

na dass ist doch mal interesant vorallem das twitchen werde ich mal ausprobiern Wink
danke für die infos Laughing
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Hoocker
Angelexperte
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BeitragVerfasst am: 14.10.2008, 14:55 Nach oben

Ahhh coole Sache...
Wenn ich mir die beschreibungen durchles erkenn ich sogar einige techniken wieder die ich mal egsehn hab nur beim namen hab ich se net gekannt, thx!
Aber sag mal wie führst du grade beim twitschen die Schläge aus, weil ich hab schon so viel verschiedene Arten gesehn...
1. kleine schnelle Zupfer so 10-20 cm...
2. große schneller zupfer sehr aggressiv... 50-70cm sowas

und halt die ganzen Mitteldinger weiß nicht wie ich des am besten machn soll...
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 14.10.2008, 20:04 Nach oben

Kommt drauf an was ich vermute wo der Hecht besser drauf steht: Also wenn ich denke das die Hechte eh hungrig sind, dann eher aggresiv geführt, wenn das nicht bringt etwas vorsichtiger. Wobei Oberflächenfischen eh von Mai-Juli/August Erfolge bringt, sonst eher weniger.
carp und hecht hunter
Angler
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Beiträge: 232
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BeitragVerfasst am: 14.10.2008, 21:07 Nach oben

für mich persönlich ist der wobbler auf platz bei meinen kunstködern ich persönlich fische fast ausschließlich mit ihnen sie decken fast immer das beutechemna der räuber alex die fürungsarten hast du super erklärt Very Happy
auf platz 2. liegt für mich der spinner und an 3.stelle die gummifische
ich kann den wobbler nur jedem ans herz legen ich selbst hab ewigkeiten nichts mit wobbler gefangen aber nach einen ganzenjahr war der knoten geplatz auf einen hi-lo seidem fing ichsuper mit dem köder und auch jegliche fische kann man mit ihm überlisten barsch,hecht zander und rapfen lieben ihn einfach

_________________
alles ist gut solange du gechillt bist
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 14.10.2008, 21:23 Nach oben

Also bisherige Fischarten auf Wobbler: Hecht, Zander, Barsch, Rapfen, Döbel, Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Binnenlachs, Meerforelle (wenn man Küstenwobbler dazu nimmt), Aland, Barbe, Wels, Brasse! Also soviel zur Vielfältigkeit des Wobblers; Spinner und Gummifisch waren es nur ein Teil davon. Aber Nummer 1 würd ich trotzdem nicht sagen, da es drauf ankommt ob man etwas fangen will oder gezielt. Meistens werden Spinner und Gummifische schnellere Erfolge bringen, aber andersrum gibt es nur wenige Tage wo der Wobbler ganz versagt, während Blech und Gummi manchmal total unfängig sein kann und weil die Einsatzgebiete etwas beschränkter sind. Bei viel Kraut und vielen Hängern ist ein Gummifisch ebenso wie ein Spinner irgendwann an seinen Grenzen, während ein flachlaufender Wobbler immer noch geht. Dafür sind wiederum Gummifische und besonders Spinner einfacher zu führen als Wobbler!
Ronny
Angler
Angler


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Beiträge: 125
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BeitragVerfasst am: 15.10.2008, 22:45 Nach oben

Für mich ist der Spinner die klare Numero Uno !
Die Dinger sind extrem variantenreich und fangen deshalb fast immer.Je nach Gewicht und Blattform kann man sie flach oder tief, schnell oder langsam führen. Einen guten Spinner kann man auch mal mit nem Spinnstop zu Boden taumeln lassen und dann wieder auf Fahrt bringen (ich bevorzuge Mep;da laufen zehn von zehn.Ist besonders bei den Leichtgewichten nicht bei jeder Marke so).
Jetzt im Herbst will ich noch mal die Buck-Tail-Spinner probieren. Die Teile sehen zwar gewaltig aus, aber sie fangen!

Gruß, Ronny!

_________________
Wer fischen will,scheue kein Wasser!
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ESOX
Angler
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Beiträge: 243

BeitragVerfasst am: 23.10.2008, 12:46 Nach oben

Alex ich hätt noch ne 2Fragen und zwar 1 bei den Wobblern benutzt du ja zu 90% schwebende Wobbler aber was haben die für einen Bezeichnug denn ich kenne nur Floating Sinkend und Deepruner

Und 2 wie ist das jetzt genau gemeint beim Twitwchen zuerst auf Tife bringen und dann in die ungespannte schnur schlagen und eingkurbeln aber wenn ich in die ungespannte schnur schlage passiert ja ncihts und steigt oder sinkt der Wobbler in der Pause wieder so das ich in wieder auf tiefe oder höhe bringen muss ?

Schon mal danke für die Antworten
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Bine
Profi Angler
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Beiträge: 767
Wohnort: Paderborn -- MD

BeitragVerfasst am: 23.10.2008, 12:49 Nach oben

Supi, mache jetzt ne lern std bei dir, Danke Alex.........
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aquafreak
Angelexperte
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Wohnort: rheinau bei offenburg (badenwürttemberg)

BeitragVerfasst am: 23.10.2008, 13:15 Nach oben

kickback action reizt mich dann doch sehr muss ich mal bei gelegenheit ausprobiern ob ich das schaffe...

_________________
MFG
Jonas

diskutiere nie mit einem idioten er zieht dich auf sein niveau herab und schlägt dich da mit erfahrung

alle rechtschreibfehler dienen nur der algemeinen belustigung und sind NATÜRLICH absicht!!
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 23.10.2008, 15:34 Nach oben

@aqua....geil ist wenn du jmd. kennst der einen Swimming Pool hat. So hab ichs mal geübt und einiges getestet...

@Bine....joa aber man muss nicht jede blind beherrschen und es gibt ja auch noch "leichtere" Köder was die Führung angeht. Denke auf Wobbler fängt man zwar, aber man kann auch viel falsch machen. Erste Erfolge eher mit Spinner und Blinker oder auch noch mit GuFi...

@Esox...also das Twitchen sollte halt so sein das nur minimalster Zug auf den Köder ausgeübt wird und daher steigt der schwebende Wobbler auch nicht wieder auf. Beim Jerken wäre es ja das gleiche, nur das der Köder da eben plätschernd wegbricht...

Schwebende werden als Suspender bezeichnet, bekannteste Model ist der Rapala Husky Jerk. Im Prinzip ein schwimmender Wobbler (sollte übrigens ohne Wirbel gefischt werden, sondern mit Schlaufenvorfach) und sobald du aufhörst zu kurbeln bleibt er an seiner Stelle stehen. Also weder sinken noch aufsteigen und wenn man dann das Twitchen richtig macht sieht es aus wie ein Fisch der im Freiwasser steht und sich leicht auf der Stelle bewegt. Für einen Hecht imitiert das einen erschöpften Kleinfisch und somit leichte Beute. Besondere Vorteile hat der Köder wenn man Stellen hat wo man Hechte weiss oder vermutet, da man die Stelle lange befischen kann. Ich hab auch schon Bisse gehabt in denen ich 2-3 Minuten nur leicht getwitcht habe...hier gilt einfach bisschen ausprobieren auf Sicht.
ESOX
Angler
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Beiträge: 243

BeitragVerfasst am: 24.10.2008, 12:31 Nach oben

Kann es sein das es Supspender gar nicht so oft gibt denn von meinen 5 Anglekatalogen die ich mir erts geholt hab ich in einem Katalog 5 Suspender gefunden sonst nirdends Sad
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 24.10.2008, 12:33 Nach oben

Ich fische suspender nur den Husky Jerk von Rapala...
Hab mir zwar bereits zwei schwebende Zalt geholt, bisher aber noch nicht dazu gekommen die mal zu testen! Aber die Rapala sind schon sehr geil....im Askari müssten sie aber drin sein! Hast du den Katalog???
ESOX
Angler
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Beiträge: 243

BeitragVerfasst am: 24.10.2008, 12:45 Nach oben

ne von Askari hab ich keinen dann werd ich mir 3 Hasky Jerk kaufen kannst du mir auch vieleicht andere empfhelen die vieleicht nicht schweben es muss ja auch für nciht schwebende Führungstechnicken geben oder?
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 24.10.2008, 12:58 Nach oben

Ja sicher....stop and go ist am verbreitesten, also ideal mit schwimmenden. Was haste denn für Gewässer vom Profil her? Also Gewässertiefe, Bewuchs usw.?
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