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Rapfenblei bauen

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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 01:33 Nach oben

Hier mal eine kleine Anleitung zum Bau eines Rapfenbleis!

Zunächst einmal, was man so alles braucht:

- Olivenbleie
- einen guten Draht (habe hier aus dem Bastelgeschäft einen 1mm starken Silberdraht mit Kupferkern gewählt)
- Sprengringe, Drillinge und Leuchtperlen
- Modelbaufarbe (Ich habe weiß und Kaminrot benutzt)
- Sprühlack (Seidenmatt)

Werkzeuge?

- Kombizange, Seitenschneider, Pinsel

Wenn man alles hat, kann es also losgehen. Zunächst ein Stück Draht abschneiden (habe hier bewusst etwas mehr gewählt, um die Wicklungen bequem machen zu können, also ca. 20cm). Den Draht nun mit der Zange haltend erst einmal etwas grade ziehen.

Nun macht man eine Öse, integriert einen Sprengring an den später der Drilling kommt und wickelt den Draht anschließend einige Male um sich selbst. Die Öse habe ich jeweils mit der Zange so geformt, das ich wirbelartige Ösen hatte, so das man keine Gefahr läuft einen "runden" Köder zu basteln. Die Ösen sollten dann so aussehen:

Image

Image

Nun schiebt man ggf. Perlen auf den Köder. Habe hier neonrote Lockperlen genommen, wie man sie vom Brandungsangeln kennt, aber auch im Bastelgeschäft findet man einige Dinge. Wieviele Perlen ist Geschmackssache, aber ich habe meist 2 verwendet. Danach kommt das Blei auf den Draht, erneut Perlen und oben eine zweite Öse biegen. Und schon hat man die Rohfassung seines Köders fertig...

Als nächstes kommt jetzt das anmalen der Köder. Die meisten hab ich einfach in rot gehalten und einige in rot/weiß. Allerdings waren (besonders bei der weißen Farbe) zwei Anstriche nötig. Gut 2-3 Stunden nach jedem Anmalen habe ich meine Köder trocknen lasse, bevor ich sie mit Sprühlack überzogen habe. Zwei Stunden nach dem Lackieren kamen als letztes die Drillinge an den Köder und weitere 10 Stunden später wären die Köder einsatzbereit und sehen dann so aus:

Image

Image

Das Löten der Drahtwindungen habe ich mir gespart, da die Köder jeden Belastungstest durchhielten und die Wicklungen (4-6x um die eigene Achse) allemal ausreichten. Ein weiterer Tip: Da ich einen teils dickeren Anstrich gewählt habe, sind die Gewichtsangaben auf den Bleien nicht mehr wirklich zu erkennen. So hab ich mit einem dünnen schwarzen Stift die Gewichtsangaben auf den Leuchtkugeln vermerkt.

Nochmal zu den Preisen ein Wort: Ein Olivenblei kostete mich 30-50 Cent, 4 Meter Draht kosteten 1,60 Euro, zwei Töpfe Farbe knapp 4 Euro, dazu noch ca. 12 Euro für Perlen, Ringe und Drillinge. Allerdings hab ich hier auch die guten VMC-Drillinge gewählt. Also man kann mit einem Grundanschaffungspreis von vll. 20 Euro maximal rechnen und so ein Rapfenblei kostet in seiner Herrstellung unter einem Euro.
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Verfasst am: Nach oben

Haiflyer
Profi Angler
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BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 09:24 Nach oben

sehr coole beschreibung.
triffts genau auf den punkt.

ich finde rapfenbleie haben elementare vorteile gegenüber normalen spinnern oder wobblern.
1. man kommt VIEL weiter raus damit
2. machen sie meiner meinung nach fast noch mehr radau als andre köder da sie genau mittig oder so durch die wasseroberfläche brechen und so eine richtige blasenspur hintersich herziehen. das fällt JEDEM rapfen auf.
3. man kann sie sehr schnell führen ohne das sich das spiel verschlechtert.
4. man kann sie echt individuell anpinseln und auch mal andre farben probieren.
5. sind sie einfach super billig im anschaffungspreis. da machts auch nix wenn man mal nen hänger oder was hat und das ding abreißt.bei nem teuren wobbler oder spinner ärgert man sich da dann schon.
und der für mich wichtigste grund ist einfach das das rapfenblei zum glück noch nicht sehr bekannt ist. sprich an überfischten gewässern mit gutem raubfischbestand hat man mit nem rapfenblei noch die größten chancen was dickes an den haken zu bekommen.

viel spaß beim nachbauen und ausprobieren.
bin ja mal gespannt wann ich von den ersten fängen hör Cool
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 11:21 Nach oben

Ich werd heute Nachmittag losgehen und die das erste Mal mit dem Weserwasser bekannt machen Wink Hier ist heute ideales Rapfenwetter Cool

Du hast bei deiner Auflistung noch einen Vorteil vergessen.

- Ein Spinner, Wobbler oder Gummiköder bringt immer mal Beifänge in Form von Döbel und Hecht, ich denke aber das ein Rapfenblei ein sehr spezieller Köder ist oder mal was anderes darauf gefangen?
Tim
Angelexperte
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BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 14:53 Nach oben

jo wollte ich auch mal fragen kann man damit auch andere fische fangen auser rapfen????

mfG Tim


PS: hat von euch jemand schon mal kleine wobbler selber herrgestellt

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Zander: Karpfen: Schleie:1
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Haiflyer
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BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 17:35 Nach oben

hi

ne hatte bisher noch keinen beifang. denk aber das liegt nicht nur dran das die dinger an der oberfläche geführt werden sondern WO. bei uns geht am meisten in richtig krasser strömung bzw "stromschnellen" wie an buhnen etc.
und allein dadurch das man den köder ja schon zügig einholt.

berichte mal heut abend ob was ging alex
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 09.09.2009, 13:22 Nach oben

Auf Rapfenblei einen Fehlbiss, allerdings haben die Rapfen auch nicht wirklich geraubt. Bei uns gilt eh, wenn nichts raubt, fängt man auch nicht wirklich.

Auf Spinner dann den Angeltag noch mitm Baby-Zander halbwegs gerettet.

Aber sag mal, wie führst du die Rapfenbleie?

Thema Beifang: Lediglich Döbel könnt ich mir evtl. vorstellen
Haiflyer
Profi Angler
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BeitragVerfasst am: 09.09.2009, 16:24 Nach oben

ja döbel könnt ich mir auch vorstellen. allerdings nicht unbedingt da wo ich auf rapfen geh.

also ich pfeffer das ding raus. lass es kurz sinken. und dann fang ich an wie ein wilder zu kurbeln. das ding durchbricht die wasseroberfläche und im normalfall knallt dir dann einer drauf.

das ding is halt nur wenns da scheppert dann richtig.
spinnpausen etc brauchste nicht machen. einfach raus feuern und 3sec nach auftreffen anfangen zu kurbeln.

den fehlbiss könnt ich mir so erklären als das er den köder attackiert hat und dein drilling etwas weit hinter dem eigentlichen körper angesiedelt ist. weiste was ich mein.
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Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 09.09.2009, 16:44 Nach oben

Jepp zumal Rapfen gern seitlich auf den Köder knallen. Hab gestern mal Testläufe im Uferbereich gemacht, wenn man den Köder ruckend führt, also Jerkähnlich dann gibt das extrem Blasen. Hab teilweise Rutenspitze auf 9 Uhr gehalten, schnell gekurbelt und immer wieder geruckt. Dabei kommt er noch häufiger anne Oberfläche, einziger Nachteil das der Köder sich so manchmal in der Schnur verfing...

Aber wenn man sie normal einholt sieht das ganze recht unspektakulär aus in Ufernähe fand ich!? Also Blasen sieht man dann zumindest nicht...
Haiflyer
Profi Angler
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BeitragVerfasst am: 10.09.2009, 18:12 Nach oben

nene keine sorge. wirft def blasen.
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dorschjaeger
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BeitragVerfasst am: 14.10.2009, 21:41 Nach oben

@Alex
Welche Grammzahl nimmste so üblicherweise als olivengewicht ??? will das auchmal testen. Dank im vorraus
übrigens- super Beschreibung und tolle Bilder

_________________
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