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Wie läuft beim Fliegenfischen der Drill ab?

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Tinski
Angler mit Erfahrung
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Anmeldedatum: 07.10.2007
Beiträge: 398
Wohnort: Limburg an der Lahn

BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 21:15 Nach oben

Hallo!

Ich habe mal eine Frage: Wie drillt man einen Fisch beim Fliegenfischen? Damit meine ich, wie ist der Ablauf der ganzen Sache? Lässt man den Fisch abziehen wie stark oder wann bremst man etc.
In den Büchern die ich bisher gelesen habe, standen nämlich nur so sochen, wie man die Rute halten muss usw.

Mfg und Petri Heil

Tinski

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Verfasst am: Nach oben

Alex1982
Gast





BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 21:25 Nach oben

Kommt natürlich stark auf den Fisch, das Gewässer oder dein Gerät an.

Ich spreche mal von meinen Bedingungen: Ich habe an meiner 5/6er z.b. keine Bremse, allerdings die meisten Fische hälst du die Schnur und das reicht meist schon. Ne Fliegenrute hat ja ne ziemlich weiche Aktion, so das die Gefahr des Ausschlitzens nicht so hoch ist. Und dann gegebenenfalls etwas Schnur durche Hand gleiten lassen. Wenn der Fisch zieht ziehen lassen und vorsichtig dosiert Schnur inner Hand bremsen. Größere Fische muss man halt ziehen lassen und immer wieder eine Ruhephase nutzen um ihn heran zu drillen. Geht eigentlich ganz gut weil man nicht an ner Bremse rumfummeln muss, sondern einfach wieder Hand wegnimmt.
Und je nach Gewässer kann man dem Fisch natürlich hinterher gehen oder beim Waten genau das gleiche.

Also bester Drill bisher war mein Gulspang...der hat gleich erstmal meine 30 Meter Flugschnur runtergezogen ohne das ich was machen konnte. Dann hab ich vorsichtig gebremst, Fisch gesprungen und ich konnte ihn 5 Meter heran holen, bevor er wieder marschiert ist und einige Meter Backing mit raus gingen. Nach der Flucht bekam ich ihn Stück für Stück auf 10-15 Meter ran, weitere zwei Sprünge und dann ist er nach links gezogen. Da das aber ne Art Strand war konnte ich ihm folgen und ganz langsam in Richtung Ufer führen und nach fast 30 Minuten lag er dann im Flachwasser.
fliafi
Angler
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Anmeldedatum: 26.11.2007
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 22:03 Nach oben

1. Anhieb:
Der Anhieb ist beim Fliegenfischen eher ein kurzes Dagegenhalten. Keinesfalls anschlagen wie bei anderen Angelarten wo der Anschlag auch noch in großen Tiefen sitzen soll. Ausnahme: Karpfen.
Rute beim Biss möglichst sofort nach oben (natürlich wenn keine Büsche im Weg sind). Das ist besonders wichtig wenn in Nähe großer Wurzeln oder von einem Steg gefischt wird! In diesem Fall nie mit der Rutenspitze folgen oder die Rute senken!

2. Drill:
kleinere - mittlere Fische (z.B. Forelle bis ca. 50 cm) drill ich noch mit der Schnurhand. Zieht ein großer Fisch die Restschnur ab greif ich auf die Rolle über und drill mit der Rolle weiter.
Nun kommt das Wechselspiel wie es Alex schon beschrieben hat. Ziehen lassen, Pause (Fisch ranholen) und wieder Ziehen lassen.
Um den Fisch schnell zu ermüden und zur besseren Kontrolle des Drills versuchen den Fisch an der Wasseroberfläche zu führen. Durch den Sauerstoffmangel ermüdet er auch schneller. Auch durch den Zwang mit der Rute zum häufigen Richtungswechsel wird der Fisch müde und die Drillzeit für den Fisch verkürzt.
Wärend des Drills bleibt die Schnur immer leicht gespannt so dass niemals die Verbindung zum Fisch und damit die Kontrolle verloren geht. Aber auch nicht festhalten, denn dann kann sich der Fisch auch aushängen vor allem wenn man mit Schonhaken fischt was bei mir selbstverständlich ist.

3. Landung:
Auf die Landung geh ich jetz nicht ein da es dafür schon einen Thread gibt. Nur soviel dass viele Fische (vor allem der Hecht) beim Sichtkontakt zum Mensch oder Kescher noch mal ziemlich "Gas geben" und "Radau" macht!
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Tinski
Angler mit Erfahrung
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Anmeldedatum: 07.10.2007
Beiträge: 398
Wohnort: Limburg an der Lahn

BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 22:54 Nach oben

Okay Danke schonmal!

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