Die meisten großen Friedfische werden am Grund gefangen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die bestätigen auch hier die Regel. Wegen der höheren Wurfgewichte und der Größe der Fische empfehle ich Ihnen zum Grundangeln mindestens eine Schnur von 0,30 Millimetern. Auch die Haken können Sie größer wählen; Größe 2-8 sind zu empfehlen. Vieles spricht tatsächlich für das Angeln auf Grund. Das stärkste Argument ist sicher das Anfüttern. Wer wirkliche sicheren Erfolg haben will, sollte schon zwei Tage vor dem eigentlichen Angeln mit dem Füttern am Platz beginnen. Dadurch werden die Fische an das Futter gewöhnt - sie werden als nicht nur zum Fressen animiert, sondern sogar auf das Futter konditioniert. Hat der Fisch sich aber erst daran gewöhnt, dass am angefütterten Platz Fressbares auf dem Grund liegt, dann spricht nichts mehr dafür, über dem Grund oder gar im Freiwasser zu angeln. Sorgen Sie stattdessen dafür, dass Ihr Köder ebenfalls am Grund liegt. Dazu verwenden Sie ein ausreichend schweres Blei, das deshalb auch Grundblei genannt wird. Sie können auch einen Futterkorb nutzen, der ebenfalls mit Blei ausgestattet ist. Mit Hilfe des Futterkorbes befindet sich noch weiteres Futter in der Nähe des Hakenköders und verbreitet eine zusätzliche Lockwirkung. Auch beim Angeln auf Grund gilt: "So leicht wie möglich, so schwer wie nötig!" In diesem Fall bedeutet dies, dass das Blei gerade ausreichen sollte, den Köder am Grund zu halten. Natürlich ist auch dies abhängig vom Wetter und vom Gewässertyp. Bei Windstille reicht in einem kleinen See ein Blei zwischen 10 und 30 Gramm.
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