Der Boilie erfreut sich als Köder bei Karpfenanglern größter Beliebtheit, da durch seine Beschaffenheit ein selektives Angeln möglich ist und ungewünschte Fänge nahezu ausgeschlossen werden können. Boilies sind eine Art gekochte Teigbällchen, die eine zähe bis harte Konsistenz aufweisen und sich im Wasser nicht eigenständig auflösen. Durch seine harte Außenhaut und die Zähheit ist der Boilie fast ausschließlich von Karpfen fressbar und für die meisten anderen Fische ein unattraktiver Köder. Der Boilie wird in der Regel nicht direkt über den Angelhaken geschoben, sondern an einer gesonderten Schnur daran befestigt.
Die Herstellung eines Boilie ist simpel und ohne großen Aufwand möglich. Für den Boilieteig gibt es keine feste Rezeptur, und jeder Angler hat hier seine besonderen, geheimen Zutaten, welche er der Grundmischung beifügt. Diese Grundmischung besteht beispielsweise aus Gries (400g), Mais- und Sojamehl (je 200g), gemahlenem Trockenhundefutter (200g) sowie gemahlenem Vogelfutter (100g). Diese Mischung wird mit Eiern angereichert (etwa 10 Eier pro 1kg Trockenmischung) und kann anschließend durch die Zugabe von Lock- und Farbstoffen noch verfeinert werden, um die Anziehungskraft für Karpfen zu erhöhen.
Um eine einheitliche Form zu gewährleisten und das Rollen der Boilies mit der Hand zu vermeiden, empfiehlt sich die Anschaffung eines Boilie-Rollers, mit welchem ein kompletter Teigstrang leicht und in einem einzigen Arbeitsgang portioniert und gerollt werden kann. Natürlich ist auch eine manuelle Portionierung möglich, die Boiliegröße sollte jedoch die eines Golfballes nicht überschreiten, damit der Köder wirkungsvoll bleibt. Nach dem mehrminütigen Kochvorgang der Boilies werden diese zum Abkühlen auf Küchenpapier zum Abkühlen und anschließendem Trocknen abgelegt.
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