Mit der Angel sitzt man am See, stellt Fischen nach und verleibt sich diese zum Abendbrot ein. Dies ist wohl das gängige Klischee über den Angelsport. Jedoch wird es der Angelei nicht gerecht. Denn neben dem populären Fischfang weist diese noch eine weitere Randsportart auf, die jedoch nicht sehr bekannt ist: Das Casting.
Hierbei geht es darum, auf dem Trockenen "zu fischen". In der Halle, auf Wiesen und freien Plätzen wird in unterschiedlichen Disziplinen ermittelt, wer die Angel besonders weit und besonders präzise werfen kann. Es geht somit nicht um den Fischfang, sondern speziell um die Wurftechnik.
Beim Casting wird daher mit unterschiedlichen Ruten, Sehnen und Gewichten versucht, in den bestehenden neun Einzeldisziplinen Bestwerte zu erzielen. Hierbei sind besondere Techniken und ein feines Händchen beim Wurf gefragt. Denn einige der benutzten Gewichte können problemlos eine Angel zu Bruch gehen lassen.
Die neun Disziplinen unterteilen sich in zwei Gruppen: In fünf von ihnen ist die erzielte Weite entscheidend. In den anderen vier geht es um die Zielgenauigkeit. Nach festgelegten Regeln wird dabei entschieden, mit welcher Rute und welchem Gewicht die Herausforderung zu bewältigen ist.
Diese Wettkämpfe lassen sich in vielen Angel- aber auch speziellen Castingvereinen erlernen. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich von der Bezirksliga bis zu Weltmeisterschaften mit seinen Gegnern zu messen. Eine Unterteilung nach Altersklassen findet selbstverständlich statt.
In einigen Bundesländern werden abgewandelte Elemente des Castingsportes für die praktische Fischereiprüfung verwendet. Daneben ist die Sportart jedoch nicht allzu sehr bekannt und ihre Ausübung ist nicht sonderlich weit verbreitet.
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