Wer Karpfen angeln will, der sollte vor allem eines mit an das Wasser bringen: Viel Geduld. Denn dieser Fisch ist sehr scheu und vorsichtig. Vor allem ist er aber durchaus klug und wählerisch. Die meisten angebotenen Köder verschmäht er ganz einfach. Beißt er dennoch mal an, sind Ausdauer, Kraft und List gefragt. Denn der Karpfen ist ein Kämpfer, der dem Angler alles abverlangt.
Am besten beangelt man den Karpfen an warmen Sommertagen und lauen Nächten. Erst bei Wassertemperaturen von über 20 Grad pflanzt sich der Fisch fort und benötigt anschließend ein reiches Angebot an Nahrung. Wer ihm nachstellen will, hat jetzt gute Chance. Zudem ist jetzt der Stoffwechsel am höchsten und der Karpfen ist bei der Nahrungsaufnahme nicht mehr ganz so wählerisch. Ansonsten sollten die Temperaturen über 10 Grad liegen, darunter sind die Aussichten auf einen Erfolg sehr gering.
Stehende Gewässer mit Sandbänken sind sehr erfolgversprechend. Kanten und Unterschlüpfe mögen die Karpfen zudem. Auch im Kraut und Seerosenfeldern fühlt er sich sehr wohl und dort finden Sie ihn an besonders heißen Tagen. Wegen seines vorstülpbaren Maules sucht der Karpfen seine Nahrung am Boden des Gewässers und knapp darüber, wo Sie den Köder anbieten sollten.
Als Gerät bietet sich eine Karpfenrute an, die über ihre Länge von 3-4 Metern genug Hebelwirkung mitbringt. Die Montage sollte so gewählt sein, dass der Karpfen mit dem geschluckten Köder erst einige Meter frei schwimmen kann, ehe sie greift. Was Sie dem Karpfen anbieten, ist Geschmackssache: Boilies, Mais, Kartoffeln und Brot sind jedoch die fängigsten Köder.
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