Als Pöddern wird eine Fischfangtechnik bezeichnet, bei der mit sehr einfachem Gerät, allerdings auch ohne das Verwenden eines Angehakens Aal geangelt wird. Beliebt ist das Pöddern vor allem an großen Fließgewässern und findet vorwiegend an den Köpfen von Buhnen und Stacks statt, da hier eine Strömungsregulierung gegeben ist. Gelegentlich findet diese Technik auch von Anglern auf tiedeunabhängigen Fließgewässern sowie vom Boot aus Verwendung. Pöddern wird normalerweise mit Einbruch der Dämmerung oder aber in der Nacht durchgeführt, wobei dies zu jedem Zeitpunkt während der Saison geschehen kann, die etwa im April beginnt und sich bis in den späten Herbst zieht, mit den ersten Frostnächten stehen die Chancen auf einen Fang in der Regel relativ schlecht. Das Pöddern wird dabei meist von zwei Personen durchgeführt, kann aber ebenso gut alleine durchgeführt werden. Als Hauptwerkzeug dient eine etwa zwei bis drei Meter lange Stange, an der sich eine ebenso lange Schnur befindet, an dessen Ende ein Bündel Tauwürmer befestigt wird, der als namensgebend als "Pöddel" bezeichnet wird. Die auf einen Wollfaden aufgezogenen und zusammengewickelten Würmer werden häufig mit einem weißen Bettlaken als Restlichtverstärker verwendet, meist wird zur Beschwerung in strömungsreicheren Gewässern auch Sargblei eingehängt.
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