Beim Vertikalangeln handelt es sich um eine Angeltechnik, die ihren Ursprung in den USA hat und dort unter der Bezeichnung "Jigging" bekannt ist. Das Vertikalangeln ist in den Niederlanden vervollkommnet worden und hat sich als sehr wirkungsvolle Angeltechnik durchgesetzt. Das Vertikalangeln ermöglicht ein sehr genaues Angeln und erfolgt in der Regel von einem Boot aus. Will man an einem See angeln, muss man sich der Tiefenunterschiede vergewissern. Sollte man nicht über ein Echolot zur Tiefenmessung verfügen, ist die Verwendung von Wasserkarten, in denen die Tiefen genau angegeben sind, sehr hilfreich. Verfügt man über ein Boot mit Echolot, so wird das Vertikalangeln deutlich vereinfacht. Für das Vertikalangeln ist eine kürzere Spinnrute mit einer kleinen Multirolle empfehlenswert. Zudem verwendet man üblicherweise geflochtene Schnur, ein leichtes Stahlvorfach als auch einen Jigkopf mit Shad. Dieser Shad sollte ein Gewicht von rund 20 g haben, um unterhalb des Bootes in Richtung des Grunds hinabgelassen werden zu können. Liegt der Shad auf dem Grund, so wird er wieder ein Stück hochgezogen, um ihn einige Augenblicke in dieser Stellung verharren zu lassen und dann lässt man ihn bei straffer Schnur wieder auf den Boden sinken. Die Schnur muss unbedingt straff sein, da man das Anbeißen eines Fisches ansonsten nicht spürt. Die Kunst des Vertikalangelns ist es, den Shad regelmäßig hochzuziehen, festzuhalten und wieder absinken zu lassen. Jede einzelne Durchführung sollte ca. drei Sekunden dauern. Ist man mit dieser Technik vertraut, so kann man während des Vertikalangelns mit dem Boot stets langsam rückwärts weiterfahren, um das gesamte Gewässer nach Fangerfolgen abzusuchen.
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