Welse, oder auch Waller genannt, sind wild, stark und unberechenbar. Um solche Giganten bezwingen zu können, bedarf es neben einer besonderen Ausrüstung ebenso ein umfangreiches Wissen über sie und ihre Fangmethoden. Daher scheuen viele Angler das Fischen auf diesen anspruchsvollen Raubfisch, der ihnen einiges abverlangt. Der Wels ist ein Raubfisch, der am Grund des Gewässers auf Nahrungssuche geht. Mit seinen Barteln tastet er nach allem, was dort zu finden ist. Dennoch ist der Wels ein ausgesprochener Feinschmecker. Entgegen der verbreiteten Meinung, ist der Waller kein Aasfresser und lässt für ihn unappetitliche Happen oft liegen. Das ist auch einer der Gründe, warum das Wels-Angeln als schwierig angesehen ist. Eine ständige Kontrolle des Köders auf Frische und Beweglichkeit ist von Nöten, um dem Räuber an den Haken zu bekommen. Die Köderauswahl ist wie fast alles beim Angeln eine Sache der Erfahrungen, die man selbst machen muss. Während einige Angler ausschließlich auf kleine Köderfische als Lockmittel setzen, schwören andere auf große Köderfische oder Fetzen. Auch der Tauwurm kommt beim Wallerangeln als Köder in Frage. Grundsätzlich jedoch wird der Wels fast ausschließlich mit einer Grundmontage gefangen. Nur wenige Angler setzten auf das Angeln mit Pose und den erwähnten Ködern. Da der Wels mit seinen enormen Ausmaßen zu den größten Fischen Europas zählt, sollte dies auch bei der Wahl der Ausrüstung berücksichtig werden. Die Rute muss dabei stärksten Belastungen standhalten und braucht nicht lang zu sein. Bei der Rolle greifen viele Angler auf die Multirolle zurück, da sie ein großes Fassungsvermögen hat und über eine fein justierbare Bremse verfügt. So kann bei einem langen Drill genügend Schnur vom Fisch genommen werden, ohne an die Kapazitätsgrenze zu kommen. Besonderes Augenmerk bedarf der Schnur. Hierbei kann aufgrund der notwendigen Tragkraft auf einen großen Schnurdruchmesser nicht verzichtet werden. Geflochtene Schnur ist grundsätzlich eine gute Wahl.
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